Rückblick Straßentheatertage 2007

Teilnehmer

  • Theaterkompanie: „Ohr, Ohr, Nase, Nase“
  • All-Inclusive: Improtheater
  • Spruchlandung: Improtheater
  • Knalltheater: “Buffo-Faust”
  • Jugendtanzgruppe: “Narr gegen Schlange”

Aufführungen in Leipziger Innenstadt, am Cospudener See und im Johannapark

Presse:

„Das Knalltheater hat Ungewöhnliches vor: vom 26.-28.Juli plant die Gruppe zum erstem Mal Straßentheatertage. Gesucht werden noch andere Gruppen, die an den drei Tagen in der Leipziger Innenstadt und am Cospudener See Inszenierungen von etwa einer halben Stunde Länge aufführen wollen. Thema, Stück und Umsetzung sind frei.“ LVZ, 2./3.Juni 07

Hauptsache komisch – 1. Straßentheatertage wollen Lust auf Kultur wecken

„Wer unkonventionell komisches Theate live erleben möchte, sollte vom 26. bis 28.Juli mit erhöhter Aufmerksamkeit durch die Innenstadt oder entlang des Cospudener Sees flanieren: Dort finden die 1. Straßentheatertage statt.“ A. Matsch, Sachsen Sonntag, 15.Juli ´07

Bühne Fußgängerzone

„Das Gros der Betroffenen weiß noch nicht, dass es heute Nachmittag zu Publikum wird. Es ist ein Experiment und zugleich eine Premiere, mit der mehrere freie Theater-Ensembles die Innenstadt bespielen: das Knalltheater, die Schauspieler der Spruchlandung, das Impro-Ensemble All Inclusive und eine Jugendtanzgruppe. Um 15 Uhr führt die Theaterkompanie ihr Kinderspiel: Ohr, Ohr, Nase, Nase auf.“ M. Wöbking, LVZ, 26.07.07

Wenn das Theater zu den Leuten kommt…

„Da schrillt eine Trillerpfeife, ein Mann rauscht auf einem Einrad vorbei, eine Gruppe junger Leute zieht die Grimmaische Straße entlang und verteilt kleine, grüne Zettel. Aus dem Megafon tönt es: „Hallo zu den ersten Leipziger Straßentheatertagen“. Initiator Larsen Sechert erklärt: „Statt zu warten, dass die Leute ins Theater kommen, kommen wir eben zu ihnen.“ Chr. Gräfe, LVZ, 27.07. 07

Theater in den Straßen

„Jetzt wagt sich das Knalltheater von der Bühne direkt hinein in die Stadt und veranstaltet die 1. Leipziger Straßentheatertage. Gespielt wird in der Innenstadt und am Cospudener See.
Leipzig Live 26.Juli bis 1. August 07

Bericht Straßentheatertage 2007

1. Straßentheatertage in Leipzig

Anfang der 90er Jahre hat es wohl mal ein Straßenmusikfestival in Leipzig gegeben. Das fand bei den Leipzigern großen Zuspruch, doch als die Gelder dafür nicht mehr da waren starb dieser Event. Seitdem gibt es vereinzelte Musiker, wie in wahrscheinlich jeder Stadt und sogar, wenn auch äußerst selten, vereinzelte Theateraufführungen. In den Sommermonaten trifft man dann auf den Straßen, mit viel Glück, einzelne Jongleure, Mimen und Clowns. Es wurde also Zeit etwas dafür zu tun die Form des Straßentheaters in dieser großen Stadt zu profilieren. So veranstalteten wir, das Knalltheater, vom 26. bis 28. Juli die 1. Straßentheatertage.

Die Idee kam uns, weil Leipzig in den Sommermonaten von Sommertheater nur so überflutet wird und Straßentheater hier eine besondere Form ist, die, zumindest in Leipzig, noch nicht so sehr bekannt ist. Die Vorteile des Straßentheaters sind darüber hinaus, dass es einerseits (insofern es auch gut umgesetzt wird) eine Werbung fürs (gängige) Theater ist und dort spielt wo die Leute sind und sie nicht prügeln muss zu ihnen zu kommen. Der Zuschauer zahlt kein Eintrittsgeld, gibt so viel wie er kann und wie es ihm gefällt und kann, wenn die Darbietung ihn langweilt, einfach weitergehen, ohne für unangenehmes Aufsehen zu sorgen.

Gerade für das Amateurtheater ist diese Form geradezu ideal geeignet, denn es bedarf weniger Mittel und kommt (zumindest sollte sie das) mit wenig oder sogar kein Geld aus.

Wir starteten mehrere Aufrufe per Mail und in Zeitungen, gaben weder Thema noch Motto vor, wollten nur dass sie Stücklänge eine halbe Stunde nicht wesentlich überschreitet. Daraufhin meldeten sich fünf Gruppen, darunter die Theaterkompanie, die ihr Kinderstück „Ohr, Ohr, Nase, Nase“ spielten, die Improtheaterguppen „Spruchlandung“ und „Theater-All-Inclusive“, die meistens zusammen spielten, eine Jugendtanzgruppe mit Auszügen aus ihrem Stück „Schlange gegen Rose“ und natürlich das Knalltheater mit einer buffonesken fünfzehn Minutenfassung vom „Faust“. Wir spielten zwei Tage, innerhalb festgelegter Zeiten, in der Innenstadt und einen Tag am Cospudener see, einem Naherholungsgebiet. Bei jeder Aufführung blieben rund 30 Zuschauer stehen, teils verhalten, teils ausgelassen. Auch das Feedback der Presse auf diese Veranstaltung war durchweg positiv. Die Weichen für eine mögliche Tradition sind also gelegt.