Stücke, die nicht mehr gespielt werden

archiv

Seit 2003 spielt das Knalltheater Stegreifstücke:

Mein Name ist Nobody
Sommertheaterhighlight mit Philipp Nerlich und Larsen Sechert, 2014, 2015

Der Mondgucker
erstes Knalltheaterstück 2003, uraufgeführt in den Connewitzer Cammerspielen

Don Quichotte oder wie Löffel nach Spanien ritt und Löffel einfach mitritterte
komplette Neuinszenierung 2012 vom erste Ensemble-Sommerstück 2005, in der Regie von Karsten Kriesel mit Anne Rab und August Geyler

Der goldne Topf
ein Weihnachtsstück frei nach E.T.A. Hoffmann
mit Franz Friedrich und Larsen Sechert als Philippo und Don Govianni

King Lear various
Sommertheater im Feinkosthof 2010 und 2011
mit Sandra von Holn, Anne Rab, Alexander Fabisch, Larsen Sechert

Trash-Trio: The last magical Moments
verkorste Varietéshow im UT-Connewitz; Knalltheater und Iskra, mit Flo Teller, Hannes und Larsen Sechert

Die Schöne und das Biest – ein Making Off
Sommertheater 2013, Kooperation mit Theater Figuro
mit Anne Rab, Alexej, Larsen Sechert

Hotel Mirage
eine Theaterperformance in Kooperation mit PiPiDasDas
von Ricardo Endt und mit Christian Backhaus und Larsen Sechert

Engel Michael
ein (wiedermal) verkorkstes Krippenspiel, 2009, 2010
mit Anne Rab, Larsen Sechert

Winnetou oder Robinson Crusoe
eine sommertheatrale Kooperation mit TheaterLight 2009/10
mit Alexander Fabisch, Larsen Sechert
Regie: Armin Zarbock

Warten auf die Neuberin
eine clownekst-absurde Kooperation mit DS08 2008
mit Armin Zarbock, Larsen Sechert

knopflochlesungen
Stille – eine Liebesgeschichte / Amrai und das Schlafkissen mit Anja Hedicke und Larsen Sechert, gelesen 2008

Max und Moritz & Der Monolog vom schwachsinnigen Schauspieler
nach der berühmten Bildergeschichte von Wilhelm Busch und dem Monolog „Ich wünscht, ich könnt das Theater verlassen, um die aufgehende Morgensonne am Himmel zu beobachten“ von Thomas J. Hauck
mit: Ricardo Endt/René Schmeißer, Anne Rab, Larsen Sechert, 2007

Engel Gabriel
ein scheinheiliges Krippenspiel 2008
mit Jens Thieme und Larsen Sechert

König Ubu & Emilia Galoppi / Taubenfütterung
15 Minuten-Straßentheater im Rahmen der 2. Leipziger Straßentheatertage 2008
König Ubu… mit: Laura Frost, René Schmeißer, Larsen Sechert, Boris Kahn
Taubenfütterung mit: Tom Bailey, Gerno Knall

Von einem, der sich auszog, das Fürchten zu lernen
eine theatral inkompetente Märchenlesung, erstmals aufgeführt 2007
mit Thomas Deubel, Larsen Sechert

Engel Raphael – ein verkorkstes Krippenspiel
christenfreundliche Blasphemie frei nach Lukas 24, bzw. ein verkorkstes Krippenspiel im Jahr 2007
mit Thomas Deubel, René Schmeißer, Larsen Sechert

Asiandubfudation und der Wurm
Kurzstück für Festival Bühnentelegramme 2007
mit: Thomas Deubel, Isabelle Rivera, Laura Frost, Larsen Sechert, Sarina Radomski, Anne Lehmann

Buffo-Faust
Straßentheater für 1. Leipziger Straßentheatertage 2007
mit Laura Frost, Thomas Deubel, Larsen Sechert, Franz Friedrich (Atmosphäre), Claudia Martin (Geige)

Astrid Lindgren Lesung
anlässlich 100. Geburtstag in Lehmanns Buchhandlung
mit Yvonne Köstler und Larsen Sechert
einmalige Aufführung 2007 zu Ehren der großen Kinderbuchautorin mit den Geschichten „Große Schwester, kleiner Bruder“, „Peter und Petra“, „Michels Unfug Nr. 325“

Welttheater
10 Minuten-Blödsinn 2008
mit Markus Reichenbach, Larsen Sechert
einmalig aufgeführt zum Geburtstag des Umsonstladens in der Gieszer-Straße

Der Stummelpeter
eine theatrale Comiclesung nach H.Hoffmanns Struwwelpeter
mit: Thomas Deubel, Larsen Sechert, Sarina Radomski, Ricardo Endt, Oliver Viehweg, Laura Frost

ausgezeichnet mit dem 1. Platz beim Hin&Kunstwettbewerb 2007

Don Quijote oder wie Löffel nach Spanien ritt und Dorde einfach mitritterte
Comictheater frei nach Cervantes und Charms, als Sommertheater 2006 und 2007 im Hof der Substanz und auf der Pferderennbahn aufgeführt
mit Sarina Radomski, Larsen Sechert




Rückblick Sommertheaterinszenierungen

Mein Name ist Nobody
ein fröhlicher Genreritt frei nach Sergio Leone

Der alternde Revolverheld Jack hat keine Lust mehr auf Schießereien und möchte sich zur Ruhe setzen. Doch er hat sich viele Feinde gemacht. Denen versucht er ohne großes Aufsehen zu entkommen. Als er jedoch auf den umtriebigen Springinsfeld Nobody trifft und der ein Duell mit der „Wilden Horde“ arrangiert, muss sich Jack erneut beweisen. Für den alternden Revolverhelden ist es das vorletzte Duell das ihm bevorsteht. Was er noch nicht ahnt: auch Nobody will sich mit ihm duellieren.
Sergio Leones Filmidee interpretiert das Knalltheater neu und zeigt mit Hilfe der Musik von Grünfeuer einen Antiwestern, der sich – ganz so wie der Originalfilm – mit verschiedenen Wassern, sprich Genren, gewaschen hat. Da trifft Slapstick auf Melodrama und Action auf Heimatidylle.

Die Schöne und das Biest – ein Making Of

sommertheater

Figurentheater

Sommertheater 2013

Die Sommertheaterinszenierung für das Festival Feinkost-Sommertheater 2013 vom Knalltheater in Kooperation mit Theater Figuro. In einem Making Of werden die Hintergründe der Inszenierung sowie die Beziehungen der Puppen zu den Spielern und der Spieler untereinander beleuchtet. Die so öffentlich gemachten Einblicke sind befremdend, erfrischend und vor allem komisch. Und natürlich gibts auch das Märchen zu sehen. Poetisch, traumhaf und komisch schön.


Don Quichotte oder wie Löffel nach Spanien ritt und Dorde einfach mitritterte

eine Inszenierung von Karsten Kriesel

Sommertheater 20012 und 2013

Die erste Knalltheaterensembleproduktion in ihrer Neuauflage: Die Geschichte der Arbeitslosen Löffel und Dorde, die nach der Lektüre des legendären Don Quichotte nicht mehr zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden wissen und sich in eine neuzeitliche Liebesgeschichte hineinbegegen aus der sie gar nicht mehr raus wollen.

Es spielen: Anne Rab, August Geyler
Text/Regie: Karsten Kriesel


King Lear various

Shakespeare knalltheatral

Sommertheater 2010, 2011 und 2013

Das Knalltheater macht Sommertheater in der Feinkost: King Lear various Redaktion L-IZ (Leipziger Internet-Zeitung) 21.08.2010 Shakespeares (oder Richard de Vere´s) Tragödie wurde schon in etlichen Varianten überall auf der Welt gespielt. Das Knalltheater konzentriert sich auf den Wahnsinn des Königs. Die bekannte Geschichte um deren drei Töchter wird aus Sicht des Narren erzählt. Denn durch mysteriöse Umstände ist dessen Tagebuch aufgetaucht und in die Hände dreier Schmierenkomödianten geraten. Die versuchen sich nun durch gegenseitiges „Vorspielen“ verschiedenster Figuren aus King Lear zu überbieten und so die Zuschauergunst für sich zu gewinnen. Mal auf englisch, mal auf deutsch, mal mit, mal ohne Sturm, aber immer um die Gunst des Publikums buhlend. Was dabei herauskommt sind verschiedene Lear-Variationen, allesamt Ausgeburten des Wahnsinn. Gespeist aus Selbstherrlichkeit, Verblendung und Eigensinn. In seiner Gesamtheit zeichnen diese Variationen ein modernes Bild eines gescheiterten Menschen, dessen Lächerlichkeiten aber für reichlich Spaß sorgen.

Es variieren: Sandra von Holn, Anne Rab, Larsen Sechert


Der Glöckner von Notre Dame

Theatervarieté vom Artistenduo Iskra und dem Knalltheater

Sommertheater 2012

Der Außenseiter Quasimodo verliebt sich in die Tänzerin Esmeralda. Solcherlei Gefühle hatte er zuvor nur gegenüber seinen Glocken empfunden. So entführt er die schöne Tänzerin und rettet damit ungeahnt ihr Leben. Durch die bekannte Geschichte von Hugo führt das Artistenduo Iskra mit allerlei Gaukelei. In dieser Freiluftinszenierung vereinen sich vier Künste. Jede Kunstform entwirft dabei auf ihre Weise ein zeitgenössisches, groteskes und doch amüsantes Bild der Liebe von Außenseitern. eine Kooperation von Knalltheater und Iskra. Die bisher erfolgreichse Sommertheaterproduktion vom Knalltheater!

Es spielten gaukelten und tanzten: Flo Teller, Hannes Nitschke, Lisa, Larsen Sechert


Winntou oder Robinson Crusoe

Kooperation mit Theater Light

Sommertheater 2009 und 2010

Frei nach Karl May und Daniel Defoe. Singende Papageien, Mordversuche, Rededuelle, Kriegstänze, Schlägereien, heiße Liebesszenen, Kanuwettkämpfe, Lagerfeuer, Drogen, Büffeljagden, Kannibalen, Blutsbrüderschaften – die Geschichten der Helden mancher Jugend, vereint in einem Stück. Es spielen Larsen Sechert und Alexander Fabisch unter der Regie von Armin Zarbock in der Ausstattung von Heike Mondschein.

Eine Koproduktion von THEATER light und Knalltheater aus dem Jahr 2009


Max und Moritz und der Monolog vom schwachsinnigen Schauspieler

Sommertheater 2008 und 2009

Max und Moritz & Der Monolog vom schwachsinnigen Schauspieler Sommertheater 2009 und 2008 nach der berühmten Bildergeschichte von Wilhelm Busch und dem Monolog „Ich wünscht, ich könnt das Theater verlassen, um die aufgehende Morgensonne am Himmel zu beobachten“ von Thomas J. Hauck „Amüsanter Theatermix – (…) Gespielter Unsinn, der Spaß macht und eine Szene aus dem Stück „Vegetarisch essen oder Max und Motitz oder Der Monolog vom schwachsinnigen Schauspieler“ des Knalltheaters… Neben groteskem Jux und Tollerei geht es um mehr: Einem alten Knacker, der zwei verkappten Schauspielern einst einen Strich durch den Traumberuf machte, mal richtig eins auswischen, ihm zu zeigen, was man auf der Bühne alles drauf hat. Anne Rab und Ricardo Endt glänzen gelassen und selbstbewusst in dieser Wiederaufführung mit überarbeitetem Spielkonzept. (…) Die Schauspieler demonstrieren humorvoll, in welche Rollen sie zu schlüpfen im Stande sind. Als willenloser Spielball dient Sechert, der sich auf Komik und den Tatterkreis versteht.“ (Katrin Henneberg in LVZ, 9.Juli 2009)

Mit: Ricardo Endt, (René Schmeißer), Anne Rab, Larsen Sechert


Kinderstücke

Das tapfere Rapunzel / Prinz Rudolf / Rapunzelvariationen / Eine Weihnachtsgeschichte nach Dickens (mit Zipano alias Flo Teller) / Weihnachtsente August (Kooperation mit Puppentheater Eckstein alias Raimund Jurack) / Das schräge Schneiderlein / Die 7 Geislein und der Onkel Wolfie


Pressestimmen

„Auch wenn der Nachbar die zweite Person ist, es handelt sich dennoch um ein Solotheaterstück. Larsen Sechert schafft es erstaunlich gut die zwei unterschiedlichen Charaktere darzustellen. Er fasziniert durch seine Mimik und Gestik. So lustig-poetische Momente sind einfach sehenswert.“ (Kjoer; Beitrag mephisto 97.6 v. 12.12.03 zu „Der Mondgucker“)

Sechert verpackt Clownerie, Pantomime, Schwarzlicht oder Slapstick, in eine wunderbar melancholische Geschichte.“ (J. Schill; LVZ v. 27.01.05 zu „Der Mondgucker“)

Was so ein paar Lautverschiebungen alles ausrichten: Einfallsreiches Knalltheater-Krippenspiel „Engel Michael“
Vor Weihnachten kann man besinnlich werden und Plätzchen backen. Oder sich der biblischen Weihnachtsgeschichte zuwenden. Ganz nach seiner Fasson tut Profi-Stammler Olaf Schubert das jährlich, und auch das Knalltheater zieht mit. (…) Ihre blasphemisch-sarkastische Inszenierung kündigen Larsen Sechert und Anne Rab als „sakral-heilige Reise, an einem losen Faden entlang hangelnd“ an. So schunkeln die Hirten auf dem Feld zu Schlagern, haben schiefe Zähne und machen einen recht alkoholisierten Eindruck. (…) Die Herden bewachen gezwungenermaßen ihre Hirten, als Erzengel Michael (Sechert) mit wirrer, goldgelber Lockenperücke und stoffigen Flügelchen dekoriert die Szenerie betritt. In Soprantonlage stellt er seine Aufgabenbereiche vor. (…) Zunächst muss er aber auch beim Knalltheater die Hirten auf dem Feld beruhigen: „Befruchtet euch nicht! Euch ist der Ritter gerettet!“ Was die sich nicht zweimal verkündigen lassen. Umgehend eilen sie mit ihm nach Bethlehem. Unterwegs muss sich Michael in einem Kampf zwischen Wrestling und Anklängen von Kneifen und Kratzen Luzifer stellen. Der – symbolisiert durch eine ausgesprochen boshafte Weihnachtsmann-Maske – unterliegt natürlich. (…) Mit wenigen Mitteln, aber großer Kreativität, bissigem Zynismus und Spielwut erstellen die Knalltheatrianer eine Collage aus Slapstick und gut abgestimmter Choreographie. Durch kleine Lautverschiebungen und Blödeleien zieht Josef dann eben kurzfristig mal nach „Bethlehem in Jena, die Stadt in der er stemmte“, und das Kindlein heißt „Jens“. Sechert und Rab bieten klamaukige Unterhaltung, die ruhig zusammenhängender hätte sein können.“, (Theresa Wiedemann zu „Engel Michael“ in LVZ, 11.Dezember ´09)

Feuerwerk der Possen: „Die Neuberin“ und die aufklärerische Reform waren erfolgreich. Oder wem ist heute noch ein bemerkenswerter Bühnentölpel und Harlekin in Erinnerung, der im Theater alles darf, was sich nicht ziemt? Armin Zarbock, alias Wurst und Larsen Sechert, alias Hans bezweifeln allerdings, dass ihr Vorbild tatsächlich verbannt wurde. Mehrmals in ihrem wunderbar grotesk-clownesk-theatralischen Kabinettstück „Warten auf die Neuberin“ streiten sie sogar, ob es nicht „verbrannt“ heiße. (…) Im stubenrein von Hanswurst und – wie es die Frühaufklärung überdies vorsah – allen Staatsaktionen befreiten Theater wären auch die offenherzigen Spitzen gegen Kulturförderklauseln sowie die Verlesung eines Neuberschen Bittbriefs an den sächsischen Hof, wo „die Wahrheit oft leiden“ müsse, verboten – wie überhaupt diese ganze wahnwitzige Verquirlung von „Staatsaktionen“ und Theatergeschichte (Lessing gegen Gottsched, Praxis gegen das Wort) mit sämtlichen Formen von Narr, Harlekin, Pantomime, Kasper in Sesamstraßengestalt, Quatsch-Comedias, Rockstar(!), Clown (Sechert in seinem Element) sowie bejammernswerten Tragödien (Zarbock in Höchstform). Doch Sechert und Zarbock meinen, Hans Wurst habe, zu zweit, überlebt und warte immer noch auf seine Hinrichtung durch die Neuberin. Diese Wartezeit zum Tode verblödeln sie entlang rätselhafter Handlungsmotive wie „Akrobatik – Asoziales – Oper – Belehrung“ und entfachen in zweifelloser Ehrfurcht vor der großen Prinzipalin ein saukomisches Feuerwerk an unschicklichen, törichten, ekelhaften, politischen, kurz: verderbten Possen, dass das Premierenpublikum am Mittwoch in der Nato durchlacht. Hans und Wurst, ihr seid so herzerfrischend albern und bissig und mitnichten bessernd, dass trotz ausgezeichneter Belehrung und tief empfundener Huldigung die Neuberin auch… nun, sie hätte dies nicht geduldet.

(Stefanie Möller in LVZ vom 26.September 08)

40 Minuten lang versuchen Thomas Deubel und Larsen Sechert der Geschichte Leben einzuhauchen Scheinbar schlecht vorbereitet sind die Protagonisten übel gelaunt und sehen sich auf der Bühne nur nach ihrem Feierabendbier, das sie vor der Bühne sitzend bereits in der Hand halten. Aus diesem Szenario entwickeln Deubel und Sechert eine irrsinnige Slapstik- und Wortwitz-Attacke.“

(Torben Ibs in LVZ zu „Von einem, der sich auszog das Fürchten zu lernen,“ vom 17. Juli 08)

Selbst bei Verulkungen der Weihnachtsgeschichte wird oft die Nähe zum Original gesucht. (…) Da ist das Knalltheater erfrischend anders. Thomas Deubel, Larsen Sechert und René Schmeißer kommen als Mönche verkleidet auf die Bühne (…) und scheren sich einen Dreck um Details. Bei ihnen klafft der Witz aus jeder Lücke ihrer Geschichte(n). Es geht um die Suche nach dem Heiland Jens, der in Bethlehem bei Jena zur Welt gekommen ist. Im rötlichen Reich wurde eine Volkszähmung durchgeführt, weswegen sich die Eltern des Erlösers Jens auf die Socken gemacht haben. Da Maria akut einen Jens in der Röhre hat, kommen sie nur bis Jena. Zur röhrenden Heavy-Metal-Klängen erscheint den beiden Hirten auf freiem Feld der Erzengel Raphael, der ihnen von der Geburt des Heilands Jens mit gekonntem Schweizer Akzent erzählt. Der Weg zum Erlöser ist Absurditätenkabinett vom Feinsten. Zum Thema „New York, New York“ singt der Engel „Bethlehem, Bethlehem“, in einem Exkurs in die Zeit der Kreuzzüge onanieren die Hirten, die dem kalauernden Engel auf Schritt und Tritt folgen, in der Hoffnung, er zeige ihnen Holland… äh, den Heiland. Wenig wird über Texte transportiert, Knalltheater funktioniert zur Weihnachtszeit mit Gestik, Mimik und anarchistischer Akrobatik. Die Szenen unterbricht als roter Faden mehrfach der „Mann im Kasten“, eine pantomimische Einlage, die als humorvoller Vorhang dienen soll, um nicht alle Sauereien, die auf der Bühne passieren, vollends sichtbar werden zu lassen. (…) Zu den bizarren Gesangsfetzen, die schon den Einmarsch der drei Knaller untermalten, verlassen sie feierlich die Bühne. „Engel Raphael“ ist eine bekloppte und mutige Aufführung, ja eine wirklich schöne Bescherung.“ (Axel Grehl, LVZ vom 11.Dezember ´07)

„Das Programm beinhaltete auch Clownerien mit weniger Ernsthaftigkeit. Das Knalltheater überzeugt als Ensemble vor allem durch ausgeklüngeltes Blödeltum, an Koffeinüberdosis grenzenden Ausdruckstanz und mancher Regisseur wäre neidisch, könnte er sehen wie gekonnt die Darsteller das Erbrechen mimen.“

(A. Grehl zu „Asiandubdundation und der Wurm“, LVZ, 11.06.07)

„In knapp 15 Minuten gelingt es ihnen, den Goethe-Klassiker eindrucksvoll und humorig in Szene zu setzen. Die Stärke des Knalltheaters liegt in der unkonventionellen Interpretation, ihr Faust kommt in seiner Konzentration auf das Wesentliche leichtfüßig daher. Die Schlüsselworte „Augenblick verweile doch“ werden wie in einem Fußballstadion gegrölt. In Ermangelung eines Bühnenbildes dienen handgeschriebene Zettel mit Aufschriften wie „Kerker“ zur Untermalung der Szenen. Die Schauspieler arbeiten mit einfachsten Mitteln, so werden die Gitterstäbe in Gretchens Zelle durch einen Tennisschläger ersetzt. Und am Ende des „Buffo-Faust“ wird sehr zum Amüsement der Zuschauer geheiratet, Mephisto und Faust sind das glückliche Paar.“

(Chr. Gräfe, LVZ vom 27.07.07 zu ´Buffo-Faust´)

„Hand in Hand schleicht sich die Truppe vom Knalltheater auf die Bühne. Zu fünft und in Schlafanzügen aus der Altkleidersammlung machen sie es sich auf vier Klappstühlen bequem und warten. Es fehlt noch jemand: ´Madlähn´ – die adrett gekleidete Oma (Oliver Viehweg) lässt sich bitten, bis sie die Runde komplettiert. (…) Während einer der Schauspieler eine Geschichte vorliest, stellen die anderen sie dar. Ein einfaches Prinzip, doch die Akteure schöpfen aus allen Spielarten, und so entstehen kurioseste Paarungen – beispielsweise ein gerapptes Puppenspiel bei den ´schwarzen Buben´ und Beatbox-Kampfkunstszenen mit Heul-Arien beim ´Daumenlutscher´. (…) obwohl man auf Requisiten weitestgehend verzichtet, greift man in fast jeder Szene um trashig kultigen Kinderkeyboard. (…) Die Zuschauer landen in einer bayrischen Vorlesung, hören einen Kirchenchor oder Falco und haben die Ab-unter-den-Rock-der-Großmutter-Szene aus Grass´ „Blechtrommel“ vor Augen. Mit lebendiger Abwechslung und einem Augenzwinkern geht schließlich ein überaus unterhaltsamer Abend zu Ende.“

(Johanna Vogt, LVZ, 14.08.06)

„Eine Leiter, zwei Stühle und ein Besenstil, viel mehr brauchen Larsen Sechert und Sarina Radomski nicht für ihre Clownerie. (…) Die Schauspieler oder „theatralen Versuchsdemonstranten“, wie sie sich selbst einmal nennen, glänzen vor allem mit ihrem gekonnten Einsatz mimischer und stimmlicher Mittel und der originellen Workakrobatik von „unbesieglich“ bis „verhöhert“. Besonders gelungen sind Secherts dadaistische Ausbrüche und wahrhaft poetischen Momente, wenn zum Beispiel Löffel als Ritter droht: „Stein, ich mach dich weich!“

(J. Kargerer, LVZ vom 13./14. 08.05 zu ´Don Quichotte…´)

„Rund 150 Kinder zwischen 1 und 10 verfolgten das Märchen-Mitspielprogramm von Gerno Knall, alias Larsen Sechert aus Leipzig, der gleich zu Beginn den Mädchen und Jungen geschickt ihre Lieblingserzählungen entlockte, um dann daraus eine durchgehende Aktionsgeschichte zu stricken. Gewürzt mit Pantomimespielchen … und lustigen Verkleidungsgags (mit Publikumsbeteiligung) heiratete Rapunzel am Ende doch nur ihren Hänsel.“

(gs; Eschborner Stadtspiegel vom 18.08.05 zu ´Das tapfere Rapunzel´)

„Clown Gerno Knall war am frühen Morgen im Theatrium der Auslöser für die Ausgelassenheit einer ganzen Horde Leipziger Kindergartenkinder: Zur Premiere seines Nasenmitspieltheaterstücks ´Die sieben gefrorenen Geißlein´, für Knirpse ab vier Jahre, riss er seine jungen, aber durchaus kritischen Zuschauer von ihren Sitzkissen und Klappstühlen. „Hallo, ich bin Gerno. Ihr dürft mich auch Knall nennen“, begrüßt Larsen Sechert – Stück und Spiel – die kleinen Nasengesichter. Bei solchem Blödsinn kommt eines von ihnen nicht drumherum zu rufen: „Knall? … Knallkopf!“ … Trotz oder Dank solcher Hemmungslosigkeit steigt noch ein finales Tänzchen. So macht das Warten auf den Weihnachtsmann wirklich Spaß.“

(K. Henneberg; LVZ v. 22.12.04 zu ´Die sieben gefrorenen Geislein“)